2004: Karnevalsfreitag

Supergau in Linn,

enttäuschte Jecken und finanzielles Desaster - so eine kurze Zusammenfassung der Absage der Jungsappeur-Karnevalsparty am späten Freitag-Nachmittag. Wie in den vergangenen Jahren hatten die Jungsappeure gerackert, was das Zeug hält, am Ende scheiterte die Party an bürokratischen Hürden. Was war passiert?

Altweiber-Mittag. Christian Burkhardt, Mitarbeiter des Museums Burg Linn und Genralbevollmächtigter der Museumsscheune will den Schlüssel im Winkmannshof abgeben. (Sinnigerweise hatte er sich flux über die jecken Tage Urlaub genommen und war später nicht/schwer zu erreichen.) Denn Uschi Giebels sagte, dass nicht sie der Ausrichter der Party sei, sondern die Jungsappeure selber. Dafür hätte allerdings eine schriftliche Anfrage von den Jungsappeuren ausgefüllt sein und zusätzlich vom Museum eine Aufsichtsperson zur Verfügung gestellt werden müssen. Auflagen, die den Jungsappeure im Verlauf der Verhandlungen (Vor-Ort-Termine, Telefonate, etc.) nie mitgeteilt und deswegen auch nicht beachtet wurden. Kurzerhand sagte Burkhardt die Party ab und verschwand. Wie sich später weiter verdichtete, wurden die Jungsappeure Opfer eines bestehenden Twists des Winkmannshof und des Museums, der schon lange schwehlt. Kurzerhand tagten die Jungsappeure und erreichten ein Gespräch mit dem Leiter des Museums, Dr. Reichmann, am Freitag Morgen. Mit Christian Kölker war auch ein Alt-Sappeur zugegen, ohne Erfolg. Die Scheune blieb zu. Aktuelle Zeit: 12 Uhr. Das Bier wurde abbestellt, ebenso die Security, die Brezel, die Gläser. Über Welle Niederrhein läuft die Meldung, dass die Party ausfällt. Rundrüfe werden getätigt.

Erst ein Anruf bei Ratshernn Winfried Schittges brachte die Wende. Der CDU-Vorsitzende telefonierte mit Dr. Reichmann, Christian Burkhardt und Christian Kölker mit dem Ergebnis, dass Burkhardt auf einmal sagte "OK, ihr könnt die Scheune haben. Aber ihr müsst die Scheunen-Anlage nehmen." Das war schon Wochen vorher vor Ort bei einem Soundcheck abgeklärt worden und stand eigentlich nie zur Debatte. (In diesem Zusammenhang erscheint es höchst seltsam, dass bei einer Veranstaltung eine Woche vorher nicht diese Anlage genutzt wurde, was offiziell als Voraussetzung der Vermietung gilt. Naja, Uhrzeit 16.30 Uhr.

Lars Budweg, Bierbeauftragter der Sappeure, wollte das Bier wieder bestellen. Doch schon hier traten die Probleme auf, die schließlich zur Absage führten. Bei Carina, dem Bierlieferanten, waren alle Fahrer mittlerweile im Feierabend, die Sappeure hätten per Privat-PKWs die 1300 Liter Bier plus Theke plus Spüle aus Willich holen müssen. Da winkte Lars ab und sagte, dass dies organisatorisch nicht mehr hinhauen würde. Anlass dieser Vermutung war, dass in den Vorjahren jeweils der komplette Donnerstag und Freitag zum Aufbau genutzt wurde, dies nun aber alles in knapp vier Stunden über die Bühne gehen sollte. Uhrzeit 17 Uhr, endgültige Absage. Die Telefone stehen nicht mehr still, SMS fliegen durch das mobile Netz, Emails erreichen die Adressaten.

Ab 20 Uhr postieren sich die Sappeure in der Scheune, warten auf Gäste, die nicht mehr informiert werden konnten. Das sind nur wenige. Bis 1 Uhr finden nur 20 Leute den Weg zur Scheune, bekunden, wie auch viele Anrufer, ihr Mitleid und tragen die Absage mit Fassung. Erste Karten werden zurückgenommen und ausgezahlt. Schon jetzt ist das finanzielle Desater abzusehen, da Kassenwart Florian Lüttges die ausstehenden Kosten aufzählt. Zeitweise erreicht die Kasse der Jungsappeure die Nullmarke, wird aber später von den "Rebellen" Jaenette und Jürgen Claessens wieder aufgefüllt. DANKE!!!

In den kommenden Tagen soll in einem Gespräch geklärt werden, wie es weitergeht. Dr. Reichmann hatte dies vorgeschlagen, was die Sappeure auf jeden Fall nutzen werden, um ihrem Ärger Luft zu lassen. Alle VVK-Tickets werden selbstverständlich zurückgenommen, bitte kontaktiert den JS eures Vertrauens. Danke und nochmals sorry, eure Jungsappeure!

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